Miles & More Meilen für First & Business Class Flüge einlösen

Was kosten Meilenflüge in der Economy, Business, First Class? Wie funktionieren Award Charts? Mit Stopover und Layover das Beste aus Meilen herausholen.

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Wolfram (00:01.326)

Ja Mensch, hallo Kai, schon wieder Du!

Was machen wir heute?

Was ist heute Thema im True Miles Podcast?

Kai (00:09.967)

Ja, hallo Wolfram.

Heute haben wir eigentlich das schönste Thema, das man bei Meilen sammeln haben kann. Wir reden heute darüber, wie man Meilen einlöst, wie man Prämienflüge bucht. Denn sagen wir mal ehrlich: So schön wie das ist, wenn man Meilen sammelt und wenn man sieht, wie auf seinem Meilenkonto der Kontostand immer höher geht. Das Schönste an der ganzen Geschichte ist doch, wenn man dann am Ende tatsächlich den Prämienflug bucht.

Denn mit dem Prämienflug werden eben aus den Meilen Erinnerungen und Erlebnisse und das ist ja das, wofür wir brennen und weshalb wir eben so lange diszipliniert unsere Meilen zusammensammeln und dann eben auch tatsächlich im Flugzeug sitzen zu können.

Da werden wir heute anfangen mit Miles & More.

Lufthansa Miles & More

Miles & More ist das Vielflieger-Programm der Lufthansa-Gruppe und deshalb eigentlich jedem, der in Deutschland Meilen sammelt, ein Begriff und bekannt. Denn gerade für Miles & More ist es besonders einfach, Meilen zu sammeln und deshalb werden die meisten vermutlich als erstes bei Miles & More ein Prämienflug buchen. Weil sie da am schnellsten die Meilen zusammen bekommen.

Wolfram (01:23.886)

Okay, wir reden also heute nur über Miles & More, Lufthansa Miles & More. Und dann ist natürlich wirklich mal die Einsteigerfrage:

Was kostet eigentlich so ein Meilenflug, wenn man mit Miles & More bucht?

Kai (01:44.367)

Der Meilenflug kostet 52,95. So!

An der Stelle können wir jetzt den Cut machen und dann sind wir mit der Folge schon durch.

Nein, Spaß beiseite.

Prämienflüge sind bei den meisten Vielfliegerprogrammen und so eben auch bei Miles & More nicht nach der Nachfrage bepreist, sondern sie haben in den allermeisten Fällen feste Preise. Es gibt so ein paar Vielfliegerprogramme, die inzwischen eine dynamische Bepreisung machen. Da richtet sich der Meilenpreis auch nach der Nachfrage, wie ausgebucht ist ein flug inzwischen schon.

Bei Miles & More gibt es noch eine Meilentabelle, in der drin steht, wie viel kostet der Flug von A nach B und danach richtet sich der Preis

Solche Meilentabellen oder "Award-Charts" auf neu-deutsch haben alle Vielfliegerprogramme auf die eine oder andere Weise.

Viele Programme veröffentlichen diese Meilen-Tabellen inzwischen nicht mehr. Aer sie sind halt immer noch hinterlegt. Und wenn man so ein paar Abfragen macht, dann sieht man immer noch, wie der Award-Chart aussieht.

Bei Miles & More ist es so, dass da immer noch tatsächlich der Chart veröffentlicht wird. Man kann also im Internet gucken, kann sich die Tabelle angucken, dann steht da, wie viel muss man eben von A nach B bezahlen.

Wolfram (03:09.454)

Okay, also da gibt es Charts.

Was ist so ein Chart, ist im Grunde eine Preistabelle? Oder wie muss ich mir so einen Chart vorstellen?

Kai (03:20.335)

Genau, der Chart ist eine Meilen-Tabelle.

Bei Miles & More kannst du ja nicht nur für Lufthansa-Flüge buchen und nicht nur für die Miles & More Airlines.

Miles & More besteht im Großen und Ganzen aus den ganzen Lufthansa Airlines, Austrian Airlines, Swiss, Eurowings, Air Dolomiti, was haben wir noch: Eurowings, Discover, Brussels Airlines, gehören alle zum Lufthansa Konzern.

Und dann gibt es noch die polnische Airline, Lott, die gehören auch zu Miles & More und das ist es im Großen und Ganzen.

Also für all diese Airlines kannst du einerseits bei Miles & More Prämienflüge buchen. Darüber hinaus kannst du aber, weil Lufthansa in der Star Alliance ist, eben auch für alle Star-Airlines-Partner Flüge buchen bei Miles & More. Also du musst nicht mit Lufthansa fliegen oder mit Swiss, sondern du kannst auch Singapore Airlines Flüge buchen, du kannst United Airlines Flüge buchen, Turkish Airlines, alle Partner aus der Star Alliance sind auch über Miles & More zu buchen.

Das Schöne ist, dass eben die Preise auch für alle Airlines die gleichen sind.

Bei vielen anderen Programmen ist es so, dass die unterschiedliche Tabellen haben, für die eigene Airline und für Partner-Airlines. Bei Miles & More gibt es einen Chart und der gilt für alle Airlines.

Das macht es extrem einfach, damit umzugehen.

Das Chart funktioniert so, dass der Preis richtet sich erstens nach der Reiseklasse.

Also willst du Economy fliegen, willst du Premium Economy fliegen, willst du Business Class fliegen oder willst du First Class fliegen.

Das beeinflusst den Preis und dann wird der Preis beeinflusst durch die Startregion und die Zielregion.

Das heißt, wenn du von Europa in die USA fliegen willst oder nach Nordamerika eben. Dann gilt für alle Flüge von Europa und Nordamerika der gleiche Preis.

Das macht es tatsächlich enorm einfach, wenn man bedenkt, wie groß Europa ist und vor allen Dingen, wie groß Nordamerika ist. Da gehören nicht nur die USA zu, sondern auch ganz Kanada. Also eine riesengroße Fläche. Und das macht es eben auch leichter, seine Meilen zu optimieren. Denn wenn ein Flug von, sagen wir mal, Frankfurt nach New York das gleiche kostet wie ein Flug von Istanbul nach Los Angeles oder nach Vancouver, wo aber die Flugdauer ungefähr die doppelte ist. Dann haben wir da schon einen ersten Punkt, wie man eben seine Meilen optimieren kann, indem man einfach längere Flüge bucht, innerhalb der Zonen, in denen man fliegt und werden die wenigsten Lust haben, nach Istanbul zu fliegen und da los zu fliegen. Aber man kann eben auch von Frankfurt über Istanbul nach Los Angeles fliegen.

Dann bist du 15, 16 Stunden in der Luft und zahlst das gleiche, als wenn du die 8 Stunden von Frankfurt nach New York fliegst.

Das ist also etwas, was, da muss man vielleicht ein bisschen verrückt sein. Man muss Lust haben, viel Zeit an Bord zu verbringen. Das ist eben das, was nicht jedem in die Wiege gelegt ist. Da ist nicht jeder so irre wie ich oder wie andere Meilen-Blogger, die gar nicht lange genug im Flugzeug sitzen können. Aber wenn man Spaß an der Sache hat, und man muss ja mal bedenken:

Man fliegt ja nicht Economy, das macht man nicht.

Man wirft seine Meilen nicht für einen Economy-Flug raus, sondern du fliegst halt Business Class und da hast du eben auch ein gediegenes Bordprodukt.

Du hast ein gediegenes Essen.

Du wirst vernünftig verköstigt.

Du kannst dich schlafen legen, wenn du willst.

und das hält man dann auch ein paar Stunden einfach länger aus.

Wolfram (06:51.502)

Das haben wir ja letztes Mal schon besprochen, so ungefähr, in unserem Einsteigerrundflug.

Kai (07:10.319)

Genau, das wird uns durch jede Folge immer wieder begleiten, dass wir darauf zurückkommen, was macht eigentlich das Fliegen aus, das Prämienflug buchen und das Fliegen in der Business Class, warum ist das so besonders?

Das ist ja genau das, was einen so an-teast und was einen so süchtig macht.

Meilentabellen (Award Charts)

Wolfram (07:13.998)

Nochmal zurück zu den Charts. Ich habe da schon gesehen, ich lerne ja immer mehr dazu jetzt, täglich, dass es da unterschiedliche Charts gibt.

Also ich habe mir vorgestellt, da gibt es nur eine Tabelle irgendwie oder eine Datenbank.

Aber da gibt es ein paar unterschiedliche Charts.

Könntest du da mal kurz darauf eingehen?

Kai (07:53.135)

Also um die Panik gleich wieder rauszunehmen, bei Miles & More gibt es nur einen Chart.

Das ist der Award-Chart, der ist universell.

Es gibt aber generell in der Vielfliegerwelt verschiedene Arten von Charts und die können wir vielleicht mal kurz ansprechen oder mal kurz durchgehen.

Miles & More hat einen klassisch zonen-basierten Chart.

Da richtet sich der Preis, wie ich das schon angedeutet habe, nach der Abflugregion und nach der Zielregion.

Also es geht nicht darum, der Preis unterscheidet sich nicht nach der Distanz zwischen den Flügen, sondern es geht nur nach den Regionen.

Die Welt ist aufgeteilt in, ich glaube, elf Regionen.

Das ist Europa, Nordamerika, Mittelamerika, Südamerika, Hawaii ist eine eigene Region und in die andere Richtung nach Osten haben wir dann Nahost, Indien und Subkontinent, Südostasien, Fernost und Ozeanien. Afrika, Südafrika, habe ich vergessen.

Das sind die elf Regionen und der Preis bestimmt sich eben danach, wo du losfliegst und wo du landest.

Das ist ein klassisch zonenbasierter Chart.

Das macht es besonders einfach und man kann als Meilen-Sammler da eben auch viele Wege finden, wie man Strecken findet, mit denen man besonders viel aus seinen Meilen rausholt.

Andere Programme wie zum Beispiel British Airways oder auch Cathay Pacific haben in ihren Vielfliegerprogrammen distanz-basierte Shards.

Da richtet sich der Preis des Prämienfluges also tatsächlich nach der Distanz.

Da gibt es Distanzbänder.

Also es wird nicht auf die Meile genau ausgerechnet. Da gibt es Bänder bis 500 Meilen, bis 1500 Meilen, bis 2000 Meilen, bis 3000 Meilen.

Da ist es dann egal, wo du losfliegst und wo du ankommst, da kommt es eben nur darauf an, wie weit ist der Flug.

Auch da gibt es Möglichkeiten, tolle, tolle Sweet-Spots zu finden.

Ist aber bei distanzbasierten Award-Charts ein bisschen schwieriger, meines Erachtens.

Dann der dritte Chart, den es gibt, ist der dynamische, dynamisch bepreiste. Und der ist unangenehm und ärgerlich für Meilen-Sammler, weil sich bei dem eben tatsächlich die Preise für die Prämienflüge ein Stück weit nach der Nachfrage richten.

Also ein Flug, der schon besonders gut ausgebucht ist, der wird dann, da musst du mehr Meilen für bezahlen.

Und das variiert.

Das kann eben hoch und runter gehen innerhalb kürzester Zeit.

Und diese dynamischen Award-Charts tendieren halt immer dazu, dass die Flüge teurer werden, als bei einem normalen festen Chart.

Klassisches Beispiel: Air France, KLM.

Flying Blue heißt deren Vielflieger-Programm.

Die sind vor einigen Jahren auf so einen dynamischen Chart umgestiegen und seitdem im Grunde genommen weitgehend uninteressant geworden.

Heute kostet ein Flug 60.000 Meilen und morgen kostet der gleiche Flug 300.000 Meilen.

Damit kann man nicht arbeiten.

Wolfram (11:11.534)

Das sind wirklich tagesaktuelle Preise.

Kai (11:19.951)

Genau, ständig variieren die Preise eben, abhängig davon, wie die Ausbuchung des Fluges aussieht.

Da liegt auch ein Chart zugrunde, aber der wird eben überspielt durch solche Einflussfaktoren wie Buchungslage.

Die Tendenz geht dahin, dass immer mehr Airlines irgendeine Form von Dynamisierung in ihren Award-Chart einbauen.

Das ist eine ärgerliche Entwicklung.

Denn wir möchten ja gerne feste Preise haben.

Weil du bei festen Preisen dich eben darauf verlassen kannst, dass ein bestimmter Flug an jedem Tag im Jahr immer eine gute Einlösung ist. Und das weißt du eben bei dynamischen Preisen nicht mehr.

Ja und dann gibt es hybride Award-Charts.

Aeroplan Air Canada ist der bekannteste davon.

Das ist so eine Mischung aus distanz-basiert und zonen-basiert.

Also das sind Zwischenformen.

Was ich einfach damit deutlich machen will, ist, dass es verschiedene Formen von Meilen-Tabellen gibt. Jedes Vielfliegerprogramm hat da ein eigenes System und eigene Tabellen. Und das macht die Sache unübersichtlich.

Insbesondere für Anfänger ist es schwierig, sich da durchzufuchsen.

Wie viel kostet denn jetzt eigentlich … würde gerne mit Qatar Airways von, sagen wir mal, von München nach Tokio fliegen? Was kostet mich das denn am Ende?

Da muss man sagen, das kommt drauf an, wo du den Flug buchst.

Du kannst ihn bei allen One-World-Vielfliegerprogrammen buchen. Du kannst ihn bei Qatar Airways selber buchen und abhängig davon, welchen Buchungskanal du wählst, zahlst du unterschiedlich viel.

Das gilt auch für die Star-Alliance.

Oftmals ist es so, dass Miles and More tatsächlich der günstigste ist. Das macht es für uns natürlich eine schöne Nachricht, weil wir eben Miles and More Meilen haben. Und mitunter gibt es aber eben auch Flüge, wo es günstiger wäre, mit einem anderen Miles and More Programm den Flug zu buchen.

Wie das funktioniert, da machen wir noch mal eine eigene Folge zu.

Heute geht es ja im Großen und Ganzen um Miles and More.

Was kosten Business Class und First Class Flüge?

Wolfram (13:47.79)

Wenn ich es richtig verstanden habe, ist Miles & More durchaus eines der freundlicheren Programme für Einsteiger. Auch mit dem Chart habe ich verstanden, dass es am einfachsten zu handeln ist im Vergleich zu tagesaktuellen, sich ändernden Charts und Hybridcharts.

Ich denke, wir brauchen noch viele,viele Episoden, bis ich da durchsteige!

Was sind denn jetzt, nenn doch mal ein paar Beispiele!

Also jetzt gerade, wir bleiben ja beim Miles & More Programm heute, schwerpunktmäßig.

Nenn doch mal ein paar Beispiele.

Was kosten First Class Flüge?

Was kosten Business Class Flüge ab Deutschland?

Egal wohin.

Kai (14:33.999)

Okay, ja.

Ab Deutschland fangen wir mal mit den typischen Urlaubsregionen an.

Also zum Beispiel von Deutschland in die USA ist ja so das Hauptzielregion im Moment.

Ich glaube Lufthansa macht das Hauptgeschäft mit seinen USA-Flügen.

Ein Business Class Flug One-Way in die USA kostet 56.000 Meilen. One Way. Und 91.000 Meilen in der First Class.

Wenn man das ins Verhältnis setzt, also wir haben ja alle schon mal so ein bisschen davon gehört, wie man Meilen sammeln kann. Meilen werden auch verkauft mittlerweile. Du kannst 100.000 Meilen, kannst du sogenannte Bundle and Go kaufen für 1.750 Euro.

Das ist noch kein besonders gutes Angebot, aber alle paar Monate haut Miles & More noch einen Bonus raus. Da kriegst du 30 Prozent mehr Meilen.

Das sind schon 130.000 Meilen für 1.750 Euro.

Du hast natürlich die Möglichkeit mit einem Zeitschriften-Abo Meilen zu sammeln.

Du kriegst zu 20.000 im Moment für ein Focus-Abo.

Du kannst mit einem FAZ-Digital Abo für ein Jahr, das kostet 550 Euro, ungefähr, kannst du 40.000 Meilen sammeln.

Also man hat die Meilen für einen Business Class One Way Flug, hat man in relativ kurzer Zeit zusammen.

56.000 Meilen ist nicht allzu viel.

Die kann man relativ schnell zusammenbekommen.

91.000 Meilen kannst du, wie gesagt, wenn es schnell gehen soll, sogar kaufen. Dann hast du einen First Class Flug mindestens one way für 1.750 Euro gekauft.

Das ist so schlecht nicht.

Also Frankfurt-USA oder Europa-USA, 56.000 Meilen in der Business Class, 91.000 Meilen in der First Class.

Und der Award-Chart ist angenehmerweise relativ einfach gestrickt, denn bei unterschiedlichen Entfernungen, egal in welche Richtung, gibt es die gleichen Preise.

Also zum Beispiel von Deutschland nach Südafrika, was ungefähr die gleiche Entfernung ist wie in die USA, hast du die gleichen Preise.

56.000 Business Class, 91.000 First Class.

Nach Indien auch ungefähr gleiche Entfernung.

Zu Indien gehören dann noch die Malediven und Sri Lanka dazu, der Subkontinent eben.

Und dann die etwas weiter entfernten Ziele wie Südamerika. Da bist du dann mit 71.000 Meilen und 111.000 Meilen in der First Class. Also 71.000 in der Business Class, 111.000 in der First Class.

Und die gleichen Preise gelten für Südostasien oder für Fernost.

Also alles, ganz Asien, Japan, Seoul, China, Hongkong, hier die Gegend, wo ich mich rumtreibe, Thailand, Singapur, Bali, alles für 71.000 Meilen in der Business Class und 111.000 Meilen in der First Class.

Dazu kommen – das hatten wir beim letzten Mal ja auch schon angesprochen – immer noch die Zuzahlungen, die sich nicht vermeiden lassen.

Und die Zuzahlungen sind mindestens immer die Steuern, die von dem Abflughafen erhoben werden und die Sicherheitsgebühren.

Das sind die Sachen, um die kommst du nicht drum rum und je nach Airline kommt dann eben noch dieser unangenehme Treibstoffzuschlag dazu.

Treibstoffzuschläge, darüber hatte ich mich letztes mal schon ausführlich darüber ausgelassen, sind Preisbestandteile, die sich die Airline selber in die Tasche stecken und betragen bei Lufthansa zum Beispiel 200 Euro pro Richtung.

Mit der Luftverkehrsabgabe in Deutschland und den Sicherheitszuschlägen und so weiter kannst du also bei einem Lufthansa-Flug mit 350 Euro Zuzahlung je Richtung rechnen, sagen wir mal 300 bis 350.

Bei einem Return Flug, also hin und zurück, reden wir dann also über 600 Euro, 650 Euro ungefähr, die du oben drauf zahlen musst auf die Meilen.

Letztes Beispiel für Flüge nach Australien, Neuseeland ist immer sehr beliebt, weil das eben so das weiteste ist, was man anfliegen kann. Muss ich jetzt gerade selber gucken, denn den habe ich, da bin ich selber noch nicht hingeflogen von Deutschland aus.

96.000 Meilen in der Business Class, 151.000 Meilen in der First Class.

Das ist also schon eine ganze Menge und da muss man dann auch schon ein bisschen länger für sammeln in der Regel.

Wolfram (19:41.454)

Ja, mach mir das noch mal klar in einem Beispiel.

Angenommen, meine Frau will immer nach Neuseeland, also nehmen wir Neuseeland.

Da habe ich jetzt verstanden, da zahle ich wahrscheinlich irgendwie 151.000 Meilen. Richtig?

Kai (19:56.879)

151.000 Meilen ist der Preis für die First Class.

Ich nehme mal an, dass deiner Frau im Zweifel auch ein Business Class Ticket reichen würde.

Das sind dann 96.000 Meilen für One Way.

Business Class hin und zurück, also rechnen wir mal so über den Daumen gepeilt:

200.000 Meilen brauchst du für Neuseeland!

Wolfram (20:15.086)

Okay, und jetzt sagen wir, sagen wir fiktiv, ich hätte schon irgendwie, ich habe ein FAZ-Abo und so weiter und habe jetzt schon irgendwie die Hälfte zusammen.

Was mache ich jetzt?

Also wie entscheide ich?

Kaufe ich weitere Meilen. Abwarten und weitersammeln, dazu habe ich keine Lust.

Außerdem will meine Frau jetzt hinfliegen oder auf absehbare Zeit.

Also wie ist das Kalkül nochmal?

Also du hast vorhin gesagt, wenn du für 1.750 Euro Meilen kaufst, dann ist das kein besonders gutes Angebot.

Wie kalkulierst du das überhaupt?

Was ist denn ein gutes Angebot in dem ganzen Spiel?

Ein FAZ-Abo, ist das günstig oder nicht, unter dem Meilenaspekt?

Faustregel: maximal 1,5 Cent / Meile

Kai (21:08.975)

Ich hatte das, glaube ich, letzte Woche auch schon mal kurz angerissen.

Ich persönlich, und das ist so die Faustregel, die in der Meilenwelt generell gilt, ist, dass wir sagen, wenn du eine Meile kaufen kannst für 1,5 Cent oder weniger, dann ist die die Chance, dass du mit dieser Meile am Ende noch Gewinn machst, weil die Einlösung eben mehr wert ist, diese ist dann relativ hoch.

Wenn du deutlich über 1,5 Cent zahlst pro Meile, dann kommst du am Ende im Grunde genommen plus minus Null raus.

Dann könntest du den Flug auch direkt buchen.

Und mit dem gebuchten Flug sammelst du dann sogar noch wieder Meilen, die du, die dich schon wieder demnächst einen Prämienflug weiter näher bringen.

Also insofern, da muss man immer ein bisschen drauf achten:

Was kostet mich die Meile?

Das ist bei solchen Abos, die man tatsächlich nur kauft oder nur abonniert, wegen der Meilen und überhaupt gar kein Interesse an der Zeitschrift hat oder an der Zeitung hat, da ist das ja relativ leicht zu bemessen.

Da weiß ich, okay, das Abo kostet mich.

Ich habe jetzt zum Beispiel dieses Focus-Abo im Auge.

Das habe ich schon zwei, drei mal abonniert gehabt.

Werde ich jetzt mal wieder abonnieren.

Das kostet ein bisschen was über 200 Euro, ist ein digitales Abo und du kriegst dafür 20.000 Punkte, Payback-Punkte.

Die kannst du 1:1 in Miles and More Meilen umwandeln.

Zweimal im Jahr sogar noch mit einem Transferbonus von bis zu 30 Prozent, 20, 25 Prozent.

Dann hast du also nochmal entsprechend ein bisschen mehr.

Da bist du dann in dem Bereich von knapp über einem Cent und da weiß man, okay, damit mache ich auch einen Gewinn.

Bei FAZ-Abos, die sind traditionell ein bisschen teurer, da muss man dann auch schon ein bisschen FAZ-Leser sein und man muss das Abo ein bisschen nutzen.

Das ist bei einem Digital-Abo relativ leicht.

Wer da die App auf dem Handy hat und sich ein bisschen für Nachrichten interessiert, der zieht dann auch aus dem Abo an sich einen Wert.

Ansonsten würde ich sagen, wenn man jetzt mit der FAZ gar nichts anfangen kann, dann rentiert sich das nicht in jedem Fall.

Bei der "Welt" ist es genauso.

"Welt am Sonntag" bietet immer wieder verschiedene Abos an, mit verschiedenen Meilen-Ratios.

Wir nennen das Meilen-Ratio.

Preis geteilt durch gesammelte Meilen ergibt dann eben den einzelnen Meilenpreis und der sollte deutlich unter 1,5 Cent liegen.

Top ist es, wenn er bei 1,2 oder noch ein bisschen darunter liegt.

Letzten Monat bei Miles & More gab es eben diese Aktion, von der ich gerade schon erzählt habe, diese Bundle & Go.

Miles & More ist ja dieses Jahr 30 Jahre alt geworden und die hauen also jeden Monat irgendwelche Knüller raus, zur Feier des Geburtstags sozusagen.

Letzten Monat gab es Miles & More Meilen mit 60 Prozent Zuschlag.

Also statt 100.000 Meilen für 1.750 Euro gab es 160.000 Meilen für 1.750.

Wenn du gut im Kopf rechnen bist, dann hast du relativ schnell raus: 1,09 Cent pro Meile ist ein Top-Wert für Miles And More Meilen.

Wenn man da eine Idee schon im Hinterkopf hat, was man damit anfangen will.

Dann konnte man da letzten Monat, ist leider vorbei, bedenkenlos zuschlagen.

Ich habe auch zugeschlagen und ich habe die Meilen, die ich da gekauft habe,inzwischen auch schon wieder ausgegeben.

"Buy and burn".

Wie wir beim letzten Mal schon gesagt haben.

Kaufen, kaufen und möglichst schnell und möglichst schnell wieder verarbeiten, damit sie nicht entwertet werden.

Wie bleibst du auf dem Laufenden?

Wolfram (24:45.87)

Ja, dafür bist du ja bekannt.

Was macht denn jetzt der durchschnittliche Zuschauer, die durchschnittliche Zuhörerin?

Wie bleibst du auf dem Laufenden?

Also du musst ja wirklich dann on-track bleiben und gucken, wo sind die Aktionen, wo sind Schnäppchen und so weiter?

Kann ich mich da einfach bei Miles & More im Newsletter eintragen oder wie bleibe ich auf dem Laufenden?

Du hast natürlich wahrscheinlich unterschiedlichste Quellen, aber so jetzt der normale Noob wie ich, wo melde ich mich an, damit ich auf dem Laufenden bleibe?

Kai (25:24.815)

Ja, klar, bei Miles & More gibt es einen Newsletter, wobei Miles & More natürlich nicht unbedingt immer das Interesse daran hat, dir die besten Deals für Meilen anzubieten, sondern sie bieten dir die Deals an, mit denen sie selber auch ein bisschen was verdienen.

Die haben Premium-Partner und diese Premium-Partner zahlen eine Menge Geld dafür, dass sie beworben werden bei Miles & More. Und das sind aber nicht immer die besten Deals für den Meilen-Sammler, der eben möglichst günstig, möglichst viele Meilen machen will.

Insofern, ein bisschen Eigenwerbung sei erlaubt, auf Launch Rocker.

Da gibt es regelmäßig, wenn neue frische Deals kommen, gibt es die Frisch auf den Tisch, bei mir im Blog.

Man kann sich da natürlich auch in den Newsletter eintragen.

Wir werden sicherlich auch mit True-Miles irgendwann mal einen Newsletter anbieten, wo wir dann solche Sachen anbieten.

Und dann gibt es natürlich außer mir, außer Launchrocker, gibt es Dutzend oder mehrere Dutzend verschiedene andere Blogs, die teilweise auch sehr gut sortiert sind. Und teilweise gibt es auch welche, die einen Fokus haben auf Deals, tatsächlich.

Bei mir geht es gar nicht so sehr um die tagesaktuellen Nachrichten. Aber es gibt eben auch Seiten, die sehr darauf spezialisiert sind, eben die Deals rauszupicken und die frisch irgendwie rauszuhauen.

Da kann man sich in Newsletter eintragen.

Da muss man immer für sich selber entscheiden, wie viel Unsinn mache ich mit?

Also ein bisschen verrückt sein muss man dafür, wenn es schneller gehen soll.

Man kann auch einfach passiv Meilen sammeln mit seinen Einkäufen, aber das dauert Jahre, bis man dann eben genug Meilen zusammen hat für einen Returnflug hin und zurück, irgendwo hin.

Deshalb ein bisschen sollte man optimieren und sollte ein bisschen da auch einen Turbo zünden und gucken, dass man schneller die nötigen Meilen zusammen bekommt.

Ab wann gelte ich als Vielflieger:in?

Wolfram (27:11.278)

Es hängt ja auch immer davon ab, bin ich Vielflieger?

Die Programme heißen ja nicht umsonst Vielfliegerprogramme.

Und was ist eigentlich viel fliegen?

Kannst du dazu was sagen, wenn ich einmal im Jahr nach Mallorca fliege und zurück, dann bin ich wahrscheinlich kein Vielflieger.

Was ist denn ein Vielflieger oder eine Vielfliegerin?

Kai (27:47.279)

Vielflieger ist nur noch ein Wort.

Es kommt auf das Fliegen im Grunde genommen gar nicht mehr an.

Viele Vielfliegerprogramme sind eigentlich längst verkappte Vielzahlerprogramme.

Die bewerten ihre Kundschaft.

Die gehen da ganz offen mit um.

Die sagen, du bekommst einen Status bei uns, wenn du im Jahr mindestens 7.500 Euro für Flugtickets oder für sonstige Leistungen der Airline ausgibst.

Ich hatte ja auch schon beim letzten Mal angedeutet, die meisten Möglichkeiten, Prämienmeilen zu sammeln, also die Währung, mit der man den Prämienflug bezahlt. Die sammelt man nicht mit einem Flug, die sammelst du nicht im Flugzeug, sondern die sammelst du am Boden. Mit den verschiedenen Aktionen, mit den Partnerschaften, mit Zeitschriften-Abos, mit Hotelübernachtungen, mit Mietwagen, mit Online-Shopping, mit Payback, da sammelst du deine Prämienmeilen.

Das, was du an Prämienmeilen im Flugzeug für den Flug sammelst, das läuft unter "ferner liefen".

Das kann man im Grunde genommen vernachlässigen.

Klar, man schreibt die halt an, man nimmt sie mit.

Ist ja bezahlt, aber das ist nichts, was wirklich ins Gewicht fällt. Bei den Prämienmeilen.

Wir werden ja in Kürze eine Folge machen zum Thema Vielfliegerstatus.

Und da reden wir dann nochmal gesondert darüber, wie man sich zusätzliche Vorteile bei einer Airline verschafft. Wie man kleine Annehmlichkeiten wie Launchzugang und solche Sachen erreicht.

Das ist eine spannende Frage, die tatsächlich dann eben aber nichts mit Prämienmeilen zu tun hat.

Routingregeln mit Stopover oder Layover

Wolfram (29:26.83)

Ja, okay.

Ja, dann lass uns doch nochmal zum letzten Punkt kommen.

Und den hatten wir mit Routingregeln überschrieben.

Da steht auch das komische Wort Stopover.

Das musst du mir auch erklären!

Kai (29:44.111)

Mir fällt gerade nochmal ein, wo wir über die Preise geredet haben:

Ich werde öfter gefragt oder mir schreiben Leser E-Mails und sagen, Mensch, das ist so schwierig mit Business Class Flügen, ich finde immer keine Verfügbarkeit!

Ich bin angewiesen auf einen bestimmten Termin, weil ich nur da Urlaub habe und dann finde ich keine Verfügbarkeit für die Business Class oder für die First Class.

Soll ich dann nicht einfach doch den Economy Flug buchen?

Der kostet ja auch Geld und wenn ich den mit Meilen buchen kann, bekomme ich ja auch was für meine Meilen.

Ja, man bekommt was für seine Meilen, aber das, was man da bekommt, ist halt nicht das wert, was man vorher möglicherweise ausgegeben hat.

Ich hatte ja über die 1,5 Cent gerade gesprochen.

Nehmen wir mal ein Beispiel.

Der Flug von Frankfurt nach New York kostet in der Economy, wenn du hin und zurück fliegst und mit Meilen bezahlst, 60.000 Meilen.

Wenn du in der Business Class fliegst, kostet er 2 mal 56, also 112.000 Meilen.

Wenn du in der First Class fliegst, kostet er hin und zurück 182.000 Meilen.

Da ist dann das Verhältnis zwischen Economy, Business und First ungefähr 2 zu 1.

Also der Business Class Flug kostet ungefähr doppelt so viele Meilen wie der Economy Flug und der First Class Flug kostet ungefähr dreimal so viele Meilen wie der Economy Flug.

180.000, 182.000 statt 160.000.

Wenn du dir anguckst, was ein Flug bezahlt kostet, also wenn du den normal mit Cash buchst:

Dann sagen wir mal für einen Economy Flug nach New York, was zahlt man da?

500, 600 Euro.

Ist im Moment vielleicht ein bisschen teurer, aber sagen wir mal 600 Euro ist – glaube ich – eine realistische Spanne.

Ein Business Class Flug nach New York, wenn man den nicht in einem Sale günstig irgendwie schießt, musst du so mit 3.000 Euro rechnen.

Das ist schon mal das ungefähr Fünffache von einem Economy Flug.

First Class Flug kostet, bezahlt, nach New York, 5.000 bis 6.000 Euro, je nach Saison und Kurzfristigkeit.

Das ist das Zehnfache, genau.

Und daran kann man gut erkennen, was für eine Top-Einlösung ein First Class Flug mit Meilen ist.

Weil, du zahlst da nur dreifach Meilen von dem, was du für den Economy-Flug bezahlen würdest.

Und bei der Business Class ist das Verhältnis auch noch sehr gut.

Und man sieht daran, also auf der einen Seite sind Business Class und First Class Flüge einfach verdammt günstig mit Meilen. Und auf der anderen Seite sind im Verhältnis dazu die Economy-Flüge einfach viel zu teuer.

Und deshalb macht es keinen Sinn und würde ich immer dringend davon abraten, Meilen zu verschwenden für einen Economy-Flug.

Denn du darfst nicht vergessen, auf die 60.000 Meilen kommen dann ja noch die Zuschläge dazu.

Und die Zuschläge alleine, die sind bei einem Economy-Flug ein bisschen niedriger als bei einem Business-Class-Flug. Da zahlst du nicht 600 Euro, aber du zahlst auch deine 300 Euro.

Wenn du schon 300 Euro in Zuzahlung bezahlst, plus 60.000 Meilen für einen Economy-Flug, macht keinen Sinn.

Wenn du dir da dann ausrechnest, wie viel Wert hat am Ende deine einzelne Meile gehabt, dann liegst du unter einem Cent, also deutlich unter einem Cent.

Während, wenn du das umrechnest, bei dem First Class Flug, 182.000 Meilen für einen Flug, der sonst 6.000 Euro kostet, da ist man dann schnell, selbst wenn man eben noch die 600 Euro Zuzahlung abzieht, ist man dann schnell im Bereich von mehreren Cent.

Und das ist genau der Trick bei der Geschichte.

Du musst halt einfach wissen, wie du den Wert deiner Meilen maximieren kannst.

Das als Nachtrag zu den Preisen.

Jetzt hattest du angesprochen Stopover, Routing-Regeln.

Generell ist es so, fangen wir vielleicht ein bisschen mit Begrifflichkeiten an, was ist eigentlich ein Stopover?

Ein Stopover ist ein Zwischenhalt.

Also, wenn du von A nach B fliegst, von A nach C sagen wir mal, dann machst du bei B einen Zwischenstopp.

Wenn dieser Zwischenstopp länger als 24 Stunden dauert, dann spricht man von einem Stopover.

Das ist also ein klassischer Zwischenurlaub gewissermaßen.

Und wenn du nur umsteigst bei diesem Zwischenstopp, also der unter 24 Stunden ist, dann nennt man ihn Layover.

Also Layover unter 24 Stunden, Stopover über 24 Stunden.

Besonders wertvoll sind in dem Zusammenhang natürlich die Stopover, weil du damit die Möglichkeit hast deine Reise nochmal ein bisschen aufzupeppen und noch mehr aus deinen Meilen rauszuholen.

Und da bietet Miles and More ein paar interessante Möglichkeiten oder Features an.

Und zwar ist es so, dass wenn du einen One-Way Flug buchst, dann hast du keinen Stopover frei.

Da kannst du dann drei Segmente fliegen.

Nehmen wir an, du fliegst von Deutschland in die USA.

Dann hast du drei Segmente frei.

Erstes Segment, sagen wir mal, Zubringer.

Du wohnst in Hannover.

Von Hannover nach Frankfurt ist das erste Segment.

Von Frankfurt nach New York ist das zweite Segment.

Und sagen wir mal, du willst gar nicht nach New York, sondern du willst irgendwo nach Chicago. Ist jetzt ein blödes Beispiel. Nach Chicago könntest du direkt fliegen.

Nehmen wir irgendeine andere, du willst irgendwo anders hin, hinter New York.

Dann könntest du noch ein drittes Segment mit United Airlines, Star-Alliance-Partner, fliegen und das ist dann eben ein Prämienflug für 56.000 Euro.

Wie komme ich immer auf die Euro, sag mal?

56.000 Meilen!!!

Wolfram (35:58.126)

Schneiden wir raus. Siehst du nachher nicht mehr.

Kai (36:00.975)

Schneiden wir raus.

Wenn du dagegen einen Return Flug buchst, also du fliegst nicht nur nach New York, sondern du fliegst auch wieder zurück und buchst das auf einem Ticket, dann hast du auf dem Hin- und Rückflug jeweils einen Stopover frei.

So.

Jetzt gibt es Menschen, die wollen tatsächlich nur nach New York und nirgendwo anders hin. Ich war noch niemals in New York … Denen muss man dann jetzt auch nichts aufquatschen.

Mehr aus Meilen herausholen (Beispiele)

Aber wenn du Lust hast, ein bisschen mehr aus deinen Meilen rauszuholen und noch ein bisschen mehr für deine Meilen zu bekommen, dann kannst du eben zum Beispiel von Frankfurt nach New York fliegen. Erstes Segment.

In New York machst du einen Stopover.

Das heißt, du bleibst da eine Woche oder wie auch immer, wie lange auch immer es dir gefällt.

Fliegst dann nach einer Woche weiter nach, sagen wir mal, San Francisco. Mit United. Zweites Segment.

Das ist das Ziel.

In San Francisco machst du wieder Urlaub.

Zwei Wochen, drei Wochen.

Fährst dann meinetwegen mit dem Auto runter die Küste entlang Richtung Los Angeles.

Und fliegst dann von Los Angeles über, sagen wir mal Miami, zurück nach Deutschland.

Also du kannst dann auch in Miami noch mal einen Stopover machen.

Bleibst da, wie lange es auch immer dir gefällt.

Und fliegst von Miami dann wieder zurück nach Frankfurt oder nach Deutschland generell.

Diese Rundreise, die US-Rundreise, die du beliebig planen kannst – und Nordamerika besteht ja auch nicht nur aus den USA, du kannst auch Kanada auch einbeziehen!

Also du fliegst von Frankfurt nach Toronto, von Toronto nach San Francisco, von San Francisco fährst du mit dem Mietwagen nach Las Vegas, von Las Vegas fliegst du nach Miami, machst da nochmal Urlaub und fliegst dann wieder zurück nach Deutschland.

Diese riesige Rundreise kostet dich das gleiche, als wenn du einfach nur von Frankfurt nach New York und zurückfliegst!

Nämlich 2 * 56.000, 112.000 Meilen.

Alleine daran, wie lange ich jetzt geredet habe, kann man den Unterschied sehen, dass du eben sehr, sehr viel mehr aus deinen Meilen rausholst, wenn du diese Routing-Regeln und die Stopover-Regeln voll ausnutzt und noch irgendwo was dir am Weg anguckst, als wenn du einfach nur den kurzen Flug hin und zurück buchst.

Wolfram (38:03.854)

Okay, jetzt verstehe ich.

Und das, was du mit den Segmenten angesprochen hast, das ist auch die Drei-Regionen-Flugprämie.

Das sind diese drei Segmente oder ist das wieder was anderes?

Zwei-Regionen vs. Drei-Regionen Flugprämien

Kai (38:37.519)

Nee, die Drei-Regionen-Flugprämie ist … Das was wir jetzt gerade gesprochen haben, ist sozusagen eine Zwei-Regionen-Flugprämie.

Weil, wir fliegen von Europa nach Nordamerika und das spielt sich nur zwischen diesen beiden Regionen ab.

Da bleibt dann der Preis der gleiche.

Jetzt kann man aber zum Beispiel, wenn man nach Neuseeland fliegen will, nach Neuseeland kann man nicht direkt fliegen, da muss man ohnehin irgendwo einen Zwischenstopp machen. Und den Zwischenstopp musst du immer in einer dritten Region machen.

Und dann haben wir etwas, was es nur bei Miles & More gibt, jedenfalls kenne ich es nur bei Miles & More, das ist dann die sogenannte 3-Regionen-Flugprämie und die hat einen eigenen Preis.

Der Preis ist relativ hoch, ist der gleiche Preis, als wenn man eben nach Neuseeland fliegt. Aber er gilt für sämtliche 3 Regionen, die man nutzen kann.

Komme ich gleich nochmal zu.

Also machen wir ein Beispiel, du fliegst wieder von Frankfurt über Südostasien, zum Beispiel hier zu mir, nach Thailand, machst da einen Stopover, bleibst eine Woche oder zwei, und fliegst dann von Bangkok weiter nach Auckland, nach Neuseeland. Kannst dann von Auckland entweder zurückfliegen, zum Beispiel über die Region Fernost, also Tokio, Japan.

Südkorea haben wir da noch, China haben wir, Hongkong, da kannst du nochmal einen Stopover einlegen und fliegst dann wieder zurück.

Oder aber, du reizt es noch ein bisschen weiter aus.

Du hast auf einer, bei dieser Drei-Regionen-Flugprämie hast du vier Segmente in die Richtung.

Du könntest also auch zum Beispiel von Frankfurt nach Bangkok, machst in Bangkok deinen Urlaub, fliegst weiter nach Singapur, machst in Singapur einen Layover bis 24 Stunden.

Du kommst also irgendwann idealerweise morgens in Singapur an und machst dann eine Stadtrundfahrt, fährst zur Marina raus, guckst dir irgendwie dieses Schiff an. Das da an der Bay. Du kennst dieses Hotel "Marina Bay Sands" oder wie das heißt. Großes, ikonisches Hotel in Schiffsform. Da ist ein Schiff oben auf dem Dach sozusagen montiert. Naja, das kann man sich angucken.

Machst also deine Stadtrundfahrt in Singapur, fliegst dann abends weiter Richtung Auckland, machst deinen Urlaub in Auckland, fliegst auf eigene Kosten zum Beispiel nach Australien, nach Sydney und trittst dann die Rückreise von Sydney an, wenn du da deine Australienrundreise noch gemacht hast, trittst du die Rückreise von Sydney über Tokyo, meinetwege an, machst in Tokyo nochmal zwei Wochen Urlaub, fliegst dann über Hongkong.

Da kannst du nochmal wieder deinen Layover machen, hast da dann also wieder deine Stadtrundfahrt und dann zurück nach Deutschland.

Das ist auf die Spitze getrieben sozusagen das, was mit einer 3-Region-Pflugprämie möglich ist.

Das muss man nicht gesondert so buchen, sondern das wird ja automatisch berechnet, wenn du eben bei einem Prämienflug zwischen einer Abflugregion und einer Zielregion noch eine dritte Region berührst.

Das ist gefährlich.

Denn das, was ich jetzt gerade gesagt habe, das war ja ein tolles Routing.

Also einmal rund um die Welt sozusagen für den gleichen Meilenpreis, als wenn man nur mal schnell nach Neuseeland und wieder zurückfliegt.

Du musst den gleichen Preis aber auch bezahlen, wenn du zum Beispiel von Deutschland nach Dubai fliegst und von Dubai weiter nach Indien.

Das ist eine sehr viel kürzere Entfernung. Es sind aber auch drei Regionen.

Das ist die Region Europa, das ist die Region Nahost und das ist die Region indischer Subkontinent.

Das sollte man also vermeiden.

Denn da zahlst du dann den gleichen Preis, 192.000 Meilen hin und zurück, als wenn du eben nach Neuseeland fliegst.

Das macht keinen Sinn.

Also Flugprämien buchen sollte man immer zwischen zwei Regionen, oder wenn man eine dritte Region machen will, dann sollte das eben auch die große Runde sein, wie ich sie gerade eben beschrieben habe.

Neuseeland kann man auch über Nordamerika und Südamerika machen.

Du fliegst von Deutschland in die USA, machst da deinen Urlaub, fliegst dann irgendwie weiter nach Südamerika und dann über Südafrika zurück nach Deutschland, wäre auch eine 3-Regionen-Flugprämie.

Das kann auch Sinn machen.

Also man kann da verrückte Sachen machen.

Ist vielleicht interessant, wenn man es mal gehört hat, für Leute, die mal eine Weltreise planen.

Die wissen dann, ok, da gab es was mit der 3-Regionen-Flugprämie und wer es genauer lesen will, habe ich natürlich auch einen Artikel zu.

Prämienflüge umbuchen oder stornieren

Wolfram (43:27.726)

Also auf launchrocker.de – für alle Zuschauerinnen und Zuhörer!

Dann haben wir noch einen Punkt, Kai, da steht:

Umbuchung, Stornierung günstiger als beim Cash Ticket

Das ist also, verstehe ich als weiteren Vorteil von diesen Prämienflügen.

Beim Cash Ticket, wenn ich es bar bezahlt habe oder wie auch immer bezahlt habe, jedenfalls in Euro, für unsere Begriffe, dann kostet auch jede Umbuchung und Stornierung, in der Regel.

Und bei Prämienflügen ist das anders.

Sag wie!

Kai (44:03.311)

Ja, es war ja während Corona so, dass die meisten Airlines Sonderregeln eingeführt haben. Also sehr günstige, flexible Umbuchungsoptionen angeboten haben, weil sie wussten, sie werden ihre Tickets ansonsten nicht los.

Das ist inzwischen anders.

Corona ist auf breiter Front jetzt vorbei.

Lufthansa hat gerade die letzte Corona-Ausnahme einkassiert.

Und man ist jetzt eben wieder zurück zu den alten Regeln von vor Corona, bei Lufthansa Flügen.

Andere Star-Alliance Airlines sind da schon schneller gewesen.

Insofern droht dir mitunter bei einem gebuchten Cash-Ticket, wenn du das nicht antreten kannst, dann droht dir der Totalverlust.

Dann ist das Geld weg, weil du es nicht umbuchen kannst oder du musst halt irgendwie eine hohe Gebühr zahlen für die Umbuchung.

Plus dann immer noch die Tarifdifferenz, das ist immer das Gemeine.

Die locken immer mit einer günstigen Umbuchungsoption und sagen, du kannst für wenig Geld oder vielleicht sogar für umsonst kannst du umbuchen. Du musst dann nur die kleine Tarifdifferenz zahlen.

So: Wenn du jetzt einen Business Class Flug im Sale gekauft hast, für 1.500 Euro, und die Tarifdifferenz zu dem aktuellen Listenpreis mehrere 1.000 Euro beträgt, dann ist das halt kein wirklich tolles Angebot!

Und da bist du eben bei Prämienflügen deutlich besser gestellt. Prämienflüge waren während der Corona-Pandemie auch kostenlos unbuchbar. Sind das inzwischen nicht mehr, sondern inzwischen kosten die einheitlich 50 Euro.

Aber du verlierst ansonsten nichts.

Du bekommst also deine, wenn du stornierst, kriegst du deine gesamten Meilen zurück.

Du bekommst auch deine Steuern und Gebühren und sogar den Airlinezuschlag, also die Treibstoffzuschläge zurück.

Du musst eben nur diese 50 Euro zahlen.

Das ist im Vergleich für ein Business Class oder ein First Class Ticket ein Schnäppchen.

Und wenn man sich nicht sicher ist, nehmen wir mal an, man bucht irgendwie schon fürs nächste Jahr irgendwie Flüge.

Du weißt aber noch gar nicht, ob du da tatsächlich auch dann Zeit hast oder ob dir vielleicht bis dahin was passiert.

Dann ist die sichere Bank, den Prämienflug zu buchen.

Und dann eben im Zweifel nur 50 Euro zu bezahlen, um den umzubuchen oder sogar zu stornieren.

Wolfram (46:19.982)

Das ist ein ganz wichtiger Punkt.

Wahrscheinlich auch im Publikum.

Ist vielleicht auch noch ein eigenes Thema wert.

Was die Zusatznutzen angeht von Prämienflügen.

Weil man denkt eigentlich immer vorschnell, man kann da einen Haufen Geld sparen. Das ist der Fokus. Aber ich lerne immer mehr in den Gesprächen mit dir, dass es auch auf viele Vorteile ankommt, die ich als Paket sehen muss.

Ich darf mich nicht so fixieren auf den Preis allein und das Schnäppchen fliegen.

Was ich sehr schön fand, in dieser Folge, dass jeder von uns, jeder von uns kann sich entscheiden, will ich Vielflieger sein oder will ich Vielzahler sein.

Das finde ich eine sehr schöne Zusammenfassung.

Kai, haben wir noch einen Punkt?

Miles & More Schnäppchen: das Beste überhaupt!

Kai (47:13.423)

Lass mich… Ja, einen habe ich mir gerade noch dazugeschrieben, als du das Wort Schnäppchen sagtest.

Wolfram (47:21.646)

Dann hängen wir den an, kein Problem.

Kai (47:24.783)

Es wäre fahrlässig, wenn wir über Miles & More Prämienflüge reden und dann nicht die beste Einlösung überhaupt wenigstens mal kurz erwähnen.

Ich glaube, wir machen irgendwann noch mal eine Folge zu den besten Einlösungen für Miles & More-Meilen, die Sweet-Spots.

Aber eines sollte man in dem Rahmen vielleicht schon mal erwähnt haben, werden die meisten Leute kennen, die sich so ein bisschen damit befassen, das sind die Miles & More Meilen-Schnäppchen.

Jeden Monat veröffentlicht Miles & More Angebote zum halben Meilenpreis.

Das heißt, du zahlst dann für einen Meilen-Schnäppchen-Flug in die USA, du zahlst dann nicht 112.000 Meilen hin und zurück, sondern du zahlst nur 55.000 Meilen.

Da hängen ein paar Bedingungen dran.

Zum Beispiel die günstige Umbuchungsoption, von der ich gerade noch gestärmt habe, gibt’s für diese Meilen-Schnäppchen nicht. Da bist du dann eben auf Gedeih und Verderb …

Aber es ist halt einfach ein extrem gutes Angebot, wenn du nur die Hälfte an Meilen zahlst.

Dummerweise zahlst du nicht die Hälfte der Zuschläge. Die bleiben in gleicher Höhe erhalten.

Aber der Wert der einzelnen Meile wird natürlich deutlich gesteigert dadurch, dass du nur die Hälfte bezahlst. Das ist selbstverständlich.

Meilen-Schnäppchen waren vor Corona sozusagen die Top-Einlösung schlechthin, wenn man sich wirklich schöne Ziele rausgesucht hat.

Mittlerweile sind die Meilen-Schnäppchen so ein bisschen verkommen zur USA-Resterampe.

Da sind eigentlich jeden Monat fast nur noch USA-Flüge im Angebot. Das ist für Leute, die gerne in die USA fliegen, ein Traum.

Für mich, der ich am anderen Ende der Welt sitze, ist USA erstmal langweilig.

Aber wer in die USA fliegen will, hat jeden Monat die Möglichkeit.

Für zweieinhalb Monate im Voraus ist das immer.

Also die Meilen-Schnäppchen von diesem Monat gelten für Flüge im Januar, Februar.

Und da kann man möglicherweise auf der Distanz schon einigermaßen abschätzen, kann ich den Flug tatsächlich antreten und kann die dann eben zum halben Preis buchen.

Das ist eine der beliebtesten, zu Recht beliebtesten Einlösungen für Miles & More Meilen.

Das sollten wir am Ende zumindest nochmal erwähnt haben.

Jetzt musst du dein Fazit nochmal wiederholen und ich unterbreche dann auch nicht mehr.

Fazit für heute: Lieber Vielflieger oder Vielzahler?

Wolfram (49:53.294)

Mein Fazit war ja einfach nur, entscheide dich, wirst du Vielflieger oder Vielzahler?

Ich fand das sehr erhellend und ich habe auch Miles & More jetzt mal ein bisschen besser kennengelernt.

Ich habe wieder gesehen, dass die Untiefen in all diesen Themen scheinbar endlos sind!

Also allein diese Unterschiede bei den Charts und so weiter.

Also man muss sich schon ein bisschen reinfuchsen.

Das habe ich aus der Folge jetzt mitgenommen.

Das war ja jetzt schon mal so ein, ich glaube, nur ein halber Deep Dive in nur ein einziges Programm, nämlich Miles and More!

Wir haben andere Programme ja nur angesprochen.

Und da sieht man schon, warum du da schon seit Jahren blogst und warum es da viele andere Blogger gibt und und und, weil das Thema einfach viel hergibt.

Also es ist erstaunlich.

Es ist eine unglaubliche Nische, die ich jetzt allmählich erst so kennenlerne.

Und ich finde das faszinierend.

Und dann die Aussichten, die du dann so im Vorbeilaufen machst. Ja, dann machst du halt die Weltreise über die drei Regionen oder so rum oder wie auch immer. Und das Ganze kannst du vielleicht noch mit meinen Schnäppchen kombinieren. Und weiß ich was.

Toll!

Also da geht ein Scheunentor auf für alle, die die zuhören.

Hoffe ich.

Und ich bin sehr gespannt, wie der Podcast sich weiterentwickeln wird. Auch über andere Meilenprogramme, Vielfliegerprogramme und so weiter.

Ganz herzlichen dank mal wieder, lieber Kai, für diese Super-Episode!

Und alle, die zugehört haben und zugeschaut haben, bei YouTube, auch an euch:

Herzlichen Dank!

Und dann bis in einer woche, bis dann!

Kai (51:30.223)

Vielen Dank!

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