Miles & More Sweet-Spots: die besten Einlösungen (Top 10)

Die Star-Alliance: 5.000 Flugzeuge in 18.000 Richtungen. Täglich! Hier sind unsere Top 10 Tipps für wirklich lohnende Einlösungen von Prämienmeilen!


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TMP 17: Miles & More Sweet-Spots (Top 10)

Episode 17, Miles & More Sweet-Spots, die 10 besten Einlösungen.

Miles & More, falls du heute zum ersten Mal diesen Podcast hörst oder siehst oder noch nie was davon gehört hast: "Miles & More" ist das Vielfliegerprogramm der Lufthansa-Gruppe.

Um Vielflieger:in zu sein, im Sinne von Miles & More, musst du gar nicht viel fliegen. Es reicht schon, wenn du gut und günstig fliegen willst oder sogar besser und am besten fliegen willst. Nämlich in der Business-Class oder sogar First-Class. Statt wie sonst, in der Economy-Class oder Premium-Economy.

Für deutsche Meilensammler:innen ist das Miles & More Programm sicher die beste Gelegenheit, schnell zu Prämienflügen zu kommen.

Nicht umsonst haben wir uns hier im Podcast schon in mehreren Folgen damit beschäftigt.

Ausführlich in Episode 13:

"Star Alliance Prämienflüge buchen"

Inklusive einem kleinen Seats.Aero-Tutorial, einem Online-Tool, mit dem du schneller Prämienflüge findest.

Die "Star Alliance" ist übrigens der Verbund von 26 Airlines, darunter alle, die zur Lufthansa-Gruppe gehören. Und all diese Airlines nehmen auch am "Miles & More" Programm teil.

Das heißt, du kannst deine gesammelten Meilen bei der einen oder anderen dieser Airlines für einen sogenannten "Prämienflug" einlösen.

Jetzt fliegen die fast 5.000 Flugzeuge der Star-Alliance jeden Tag über 18.000 mal in alle Richtungen.

Wer behält da den Überblick?

Außer Kai natürlich 🙂

Hallo Kai!

Kai (01:37.497)

Hallo Wolfram!

Wolfram (01:39.654)

Mittlerweile musst Du alle diese Flugzeuge und ihre Destinationen kennen und kannst uns hier und heute bestimmt richtig gute Tipps geben, was nach deiner Erfahrung die besten der allerbesten Einlösungen sind. Für den Fall, jemand hat schon einen Haufen Meilen gesammelt und weiß jetzt nicht wohin damit.

Damit das hier nicht ausufert, verrat uns wenigstens Deine Top-10!

Wir gehen wie immer in umgekehrter Reihenfolge durch.

Prämienflüge buchen (Tutorial)

Zuerst aber noch mal ein kleines Video, wie Du Prämienflüge findest.

Wolfram (02:09.894)

Und dann kommen wir zu Platz 10:

10: United Island Hopper

Kai, da hast du mir wieder eine Spezialität aufgetischt. Verrat' mir bitte mehr Details!

Kai (02:29.657)

Vielleicht nur als kurzen Einstieg nochmal für die Leute, die die Folge von vor zwei Wochen nicht gesehen haben: Die Folge heute baut gewissermaßen ein kleines Stück weit auf der Folge von vor zwei Wochen auf. Also vor zwei Wochen haben wir so ein paar Tipps für Einsteiger gegeben und heute geht es eigentlich nur noch um die Top-Einlösungen. Und meine Top-10 sind wie immer vollkommen individuell und persönlich und jeder andere mag da unterschiedliche Auffassungen haben und deshalb freuen wir uns natürlich über Kommentare unter dem Video, wenn ihr eine bessere Einlösung habt.

Und ich bin ja auch nicht perfekt, das heißt vielleicht habt ihr irgendwie was noch im Ärmel, ein Ass im Ärmel, was ich vielleicht auf meinem nächsten Review-Trip auch noch mal abfliegen kann.

Jetzt zum United Island Hopper!

Das ist eine Einlösung, die man vermutlich in der Economy fliegen wird.

Der "United Island Hopper" führt euch entweder

  • von Guam nach Hawaii oder in umgekehrte Richtung eben
  • von Hawaii nach Guam

Guam liegt südlich von Tokio, vier Flugstunden südlich von Tokio und von da aus geht es ziemlich genau östlich Richtung Honolulu.

Das wäre noch nicht so wahnsinnig spannend, wenn das jetzt einfach nur ein Flug wäre, zwischen zwei Inselgruppen. Aber die machen fünf Stopps unterwegs. Sodass ihr also auf einem Flug, der insgesamt sich dadurch aufbläht auf 14 Stunden, die Möglichkeit habt, in der Südsee verschiedene Inseln euch anzugucken.

Tatsächlich werdet ihr nicht aussteigen oder eben nur mal gerade den Boden küssen und dann wieder rein ins Flugzeug.

Aber wer mal in der Südsee geflogen ist, das Erlebnis von oben auf die Inselwelt runter zu gucken, das ist schon ziemlich beeindruckend.

Kurzum, jetzt muss ich mich mal quälen, um euch die Namen der Inseln, die ihr da ansteuert, einigermaßen unfallfrei auszusprechen. Das ist

  • Kwajalein
  • Kosrai
  • Pohnpei und
  • Chuuk

Drei der Inseln gehören zu den Föderierten Staaten von Mikronesien und eine ist eine Marshallinsel.

Ich habe mir gerade ein Video noch angeguckt, Neujahrsgrüße von den mikronesischen Inseln und habe mir dann auch angeguckt, wie die Namen der Inseln korrekt ausgesprochen werden. Das sollte jetzt also einigermaßen korrekt gewesen sein.

Der Flug findet statt mit einer B737-800.

Keine "-Max" immerhin, aber eine B737 ist ein schmales Flugzeug. Das ist nichts Spektakuläres. Da sitzt ihr also in der Economy oder in der Business-Class ungefähr gleich.

Ist auch schwierig, da Business-Class Verfügbarkeiten zu finden.

Insofern, wer sich das antun will, mal 14 Stunden in einem Flugzeug zu sitzen, kann das eben auch in der Economy machen und dann kostet euch der Spaß 20.000 Meilen und die ziemlich deftige Zuzahlung in Höhe von 12 US-Dollar 🙂

Das ist das Schöne an United, und das ist ja mehr oder weniger ein Inlandsflug.

Da zahlt ihr so gut wie keine Zuzahlung drauf.

Wolfram (05:55.366)

Aber es gibt keine Möglichkeit, einen Zwischenstopp einzulegen und mal einen halben Tag oder einen ganzen Tag auf einer der Inseln zu bleiben?

Kai (06:10.935)

Naja, man kann schon bleiben, bis dann der nächste Island-Hopper kommt und einen weiterfliegt. Nur, dann zahlst du halt immer nochmal wieder das Gleiche. Deshalb macht das keinen wirklichen Sinn.

Man kann unterwegs mal ein paar Tage bleiben und dann mit dem nächsten Flugzeug weiterfliegen.

Aber da es ein Inlandsflug ist und ein Inlandsflug da eben 20.000 Meilen kostet, hat man da keinen Gewinn von. Sondern man zahlt dann eben jedes Mal die 20.000 neu.

Das würde ich nicht machen, sondern das ist tatsächlich ein Rundflug, eine Rundreise.

Geht ja nicht rund, aber das ist ein langer Flug mit ein paar Stopps zwischendurch. Den tut man sich an, guckt von oben runter und staunt irgendwie über die Inselwelt. Es ist auch: keine der Inseln ist jetzt wirklich was touristisch Wertvolles. Und Mikronesien ist jetzt auch klimatisch nicht so wahnsinnig attraktiv, dass man da gerne Urlaub verbringen wollen würde.

Aber es sieht halt einfach schön aus, von oben!

Und das kann man mal machen. Wenn man ein bisschen verrückt ist und eben auch gerne Zeit im Flugzeug verbringt.

Wolfram (07:15.206)

Okay, kommen wir zu den restlichen 9 Plätzen.

Wir haben ja noch mehr zu bieten, heute.

9: Business-Class nach Dubai

Ganz andere Ecke.

Von Deutschland nach Dubai, in der Business-Class, über Nordafrika.

Kai, die Details!

Kai (07:38.905)

Ich möchte diesen Sweet-Spot noch ein bisschen weiter auffächern. Es geht also darum, dass man von einer Region in eine andere Region fliegt und dabei Umwege fliegt. Das ist das Prinzip.

Von Deutschland nach Dubai kannst du mit Lufthansa direkt fliegen oder du kannst halt, das ist eben einer der Sweet-Spots bei Miles & More, die Routing-Regeln ausreizen. Das heißt, du kannst auf einem Weg, für einen Oneway-Flug, kannst du drei Segmente verballern. Und diese drei Segmente kann man eben möglichst gewinnbringend so zusammenbauen, dass man mehr Flugzeit hat.

Das ist ja für Leute wie uns immer das Wichtigste: möglichst viel Zeit an Bord eines Flugzeugs zu verbringen!

Also man könnte es, wenn man es auf die Spitze treibt, könnte man von Oslo losfliegen nach Madrid.

Das wäre das Segment Nummer 1.

Würde dann rüberfliegen nach Afrika, nach Kairo.

Da gibt es ein Star-Alliance Mitglied, Egypt-Air. Man muss ja immer innerhalb der Star-Alliance bleiben.

Und dann von Kairo eben weiter nach Dubai.

Da bist du dann 16 bis 18 Stunden im Flugzeug, wahrscheinlich, statt eines Direktflugs in 6 Stunden.

Die meisten werden sagen: das ist gruselig, das ist grausam – und wahrscheinlich haben die sogar Recht 🙂

Aber wer eben gerne Zeit im Flugzeug verbringt, für den ist das schön!

Warum ist das Beispiel mit Dubai jetzt eigentlich kein so wirklich gutes?

Weil … der Umweg über Kairo führt dazu, dass man nur in kleinen Flugzeugen sitzt und die Business-Class dann immer relativ unattraktiv ist.

Deshalb der Hinweis:

Man kann das eigentlich immer machen, wenn man über zwei benachbarte Regionen redet.

Nehmen wir zum Beispiel

  • die Region Indien und
  • die Region Fernost

Das sind zwei relativ große Regionen und da die benachbart sind, irgendwie, an einer Stelle zumindest, zahlt man eben für Business-Class Flüge von einer Region in die andere nur 35.000 Meilen.

Um das komplett auszureizen, das Spiel, könnte man losfliegen auf den Malediven:

  • Du fliegst von den Malediven nach Mumbai oder nach Delhi.
  • Da gibt es dann sicherlich auch von Air-India ein Langstreckenflugzeug mit einer echten Business-Class.
  • Du fliegst dann weiter nach Tokio, mit All-Nippon Airways, einer der besten Airlines der Welt, die fliegen da mit einem Dreamliner, da ist die Business Class auch okay.
  • Man könnte dann ein drittes Segment innerhalb der Fernostregion, zum Beispiel zurück nach Hongkong, fliegen.

So, und dann

  • bist du 30 Stunden in der Luft
  • zahlst 35.000 Meilen
  • hast drei verschiedene Bordprodukte kennengelernt
  • jede Menge neue Lounges an den beteiligten Flughäfen zwischendurch und
  • zahlst eben nur 35.000 Meilen

Es geht immer so ein bisschen darum, wie holt man das meiste aus seinen Meilen raus?!

Du kannst einen Direktflug nehmen, du kannst eben auch einfach nur von Delhi nach Bangkok fliegen, das sind dreieinhalb Stunden, zahlst auch 35.000 Meilen für.

Oder du machst eben das richtig große Routing und hast halt richtig viel Flug für deine Meilen!

Wolfram (10:30.15)

Alles klar, schon wieder viel gelernt!

Kommen wir zu Platz 8:

8: Gabelflüge mit Turkish-Airlines

Kai, musst du mir auch erklären. Ich habe keine Ahnung!

Kai (11:01.321)

Wieder – eigentlich immer – das gleiche Prinzip:

Man verlängert irgendwie seine Flugzeit für die gleiche Zahl an Meilen.

Mit Gabelflügen kann man innerhalb von Europa jedenfalls quasi einen Hin- und Rückflug, fast einen Hin- und Rückflug zum Preis von einem Oneway-Flug buchen.

Das macht im Grunde genommen nur Sinn mit Turkish-Airlines, weil Turkish-Airlines

  • erstens die einzige europäische Airline ist, die eine echte Business-Class innerhalb Europas einsetzt, nämlich eine A330
  • und die Türkei ist eben am Rande von Europa, das heißt, da ist die Flugzeit relativ lang

Wie bin ich überhaupt auf die Geschichte gekommen?

Ich hatte mit Iberia von Madrid Avios verflogen und war in den USA gewesen. 34.000 Avios, hatten wir glaube ich in der letzten Folge als einen der Sweet-Spots von Iberia. Und musste jetzt also irgendwie wieder von Madrid zurück nach Deutschland. Und nichts hasse ich mehr als einfach nur einen Direktflug zu nehmen! Sondern ich gucke dann immer gerne an, was kann man da irgendwie am Rande noch mitnehmen?

Und ich habe dann so ein bisschen rumgespielt, mit der Suchmaschine, denn natürlich bietet einem die Miles & More Prämienflug-Suchmaschine jetzt nicht als Erstes von Madrid nach Hamburg ein Routing über die Türkei an, sondern dann muss man die Suchmaschine schon ein bisschen zu zwingen!

Aber wenn man sie dazu zwingt, dann bekommt man, das ist dann ein Oneway-Flug gewissermaßen, du fliegst also von Madrid über Istanbul nach Hamburg und weil es ein Oneway-Flug innerhalb einer Region ist, kostet der Spaß in der Business-Class nur 25.000 Meilen. Faktisch fliegt man aber fast einmal hin und zurück!

Wie das Ganze funktioniert, wie man den Flug so buchen kann, bei Miles & More, das schauen wir uns mal in dem kleinen Video an.

Wolfram (12:55.302)

Sehr gut!

Kommen wir zu Platz 7:

7: LOT Business-Class nach USA

LOT ist polnisch, wenn ich es richtig im Kopf habe.

Kai, was sind dazu die Details?

Was hast du da ausgetüftelt?

Kai (13:19.353)

Eine der beliebtesten Einlösungen für Miles & More Meilen sind Flüge nach Nordamerika. Fliegt die Lufthansa-Gruppe mit allen Airlines regelmäßig hin. Ist mit 56.000 Meilen auch relativ günstig im Preis.

Es ist aber so, dass die Lufthansa-Airlines selbst eben diese ekligen Treibstoffzuschläge verlangen. Und gerade auf den Strecken in die USA sind die relativ happig. Man zahlt also für einen Flug in die USA ab Deutschland 50 bis 90 Euro, je nach Airline.

Das ist schon mal eine Menge Geld. Eklig wird es aber, wenn man eben von den USA nach Deutschland fliegt, keine Zuschläge fällig werden, weil die USA keine Zuschläge erheben, insbesondere eben nicht die amerikanischen Airlines wie United. Die haben sich aber zusammengeschlossen in einem Polygopol, nennen wir es mal, und erheben jetzt eben auch auf auf den Strecken Treibstoffzuschläge.

Und wenn man schon mal dabei ist, dann übertreibt man es auch und deshalb kostet ein Flug von Los Angeles – und das war meine Situation – ich musste irgendwie von Los Angeles wieder zurück nach Deutschland. Auf einem Review-Trip bin ich ein paar mal hin und her geflogen.

Und als letztes fehlte mir eben der Flug von Los Angeles zurück nach Deutschland.

Und tatsächlich, mit Lufthansa hätte ich 910 Euro, glaube ich, zugezahlt. Dollar, war es klar, Dollar …

56.000 Meilen, 910 Dollar, das ist skandalös!

Also, das macht keinen Sinn.

Im Sale gibt es die Flüge für 1.600 Euro hin und zurück. Und da sammelst du noch Meilen mit. Da zahle ich nicht 900 Euro für einen Prämienflug obendrauf.

So, wie kann man das Ganze umgehen?

Indem man eben mit Airlines fliegt, die keine Treibstoffzuschläge erheben. Und eine davon, die zumindest nur sehr geringe Zuschläge erhebt, das ist eben LOT, Polish-Airlines.

Eine andere ist SAS, Scandinavian Airlines. Die verlassen die Star-Alliance in den nächsten Monaten Richtung Skyteam.

Aber mit LOT geht das noch und tatsächlich hatte ich das Glück, dass an dem Tag auch ein Flug mit LOT Polish-Airlines verfügbar war.

So bin ich für 56.000 Meilen und 130 Euro, 150 Euro oder 100 Dollar zurück nach Deutschland.

Wolfram (15:46.222)

Super duper!

Falls du dich jetzt fragst, was sind den Treibstoffzuschläge?

Wir haben da schon mal eine Folge dazu gemacht.

Blenden wir ein.

Link findest du natürlich in der Description.

Zu Platz 6:

6: LATAM Business-Class nach Südamerika

Was ist hier der Trick?

Kai (16:09.817)

Der Trick ist erstmal: LATAM!

Denn wenn du die Liste der Star-Alliance Mitglieder durchgehst, wird dir auffallen, da ist LATAM nicht dabei. Die gehören nämlich zu den allianzfremden Partnern von Miles & More.

Es ist eben so, dass man nicht nur Miles & More Airlines, auch nicht nur Star-Alliance Airlines buchen kann, über Miles & More. Es gibt auch einige wenige, sehr wenige Partner, die eben nicht Mitglied der Allianz sind. Dazu gehören

  • Cathay Pacific nach Hongkong und dazu gehört
  • LATAM

Die waren bisher nicht online buchbar, sondern musste man telefonisch über die Hotline buchen. Das ist dann immer ein bisschen anstrengend, weil man auch nicht so richtig die Möglichkeit hatte, vorher nach Verfügbarkeiten zu suchen.

Kurzum, das war bisher uninteressant.

Jetzt, mittlerweile, sind die aber online eingebunden. Das heißt, man LATAM-Flüge eben auch buchen.

Bin übrigens gar nicht sicher, ob die "Latam" ausgesprochen werden oder "Latäm" oder "Lätäm".

Wolfram (17:02.406)

Das habe ich schon die ganze Zeit überlegt. Das müsste "Lätäm" heißen.

Also, ich leg mich fest!

Kai (17:21.227)

Wahrscheinlich. Wie "PänÄm".

Aber wenn man so, ich bin Schalke-Fan und damit ein Gesinnungs-Ruhrpottler und dann heißt es eben "Latam".

LATAM hat verschiedene Basen in Lateinamerika, in Brasilien, in Chile. Und gerade nach Chile kommt man ansonsten aus Europa relativ schwierig. Ich bin mir gar nicht sicher, ich glaube Air-France oder KLM oder beide fliegen dahin.

Und dann natürlich Iberia.

Aber ansonsten gibt es nicht so viele Gelegenheiten. Und die Star-Alliance ist halt auch insgesamt relativ schwach vertreten in Südamerika, sodass das eine schöne Ergänzung ist. Du hast ansonsten nur die Möglichkeit mit Avianca zu fliegen. Die sind innerhalb von Südamerika eine Qual. Business-Class, die haben sie eingestampft, sondern verkaufen nur noch Economy, innerhalb des Kontinents.

Und deshalb ist das eine schöne Alternative.

Ist nicht Emirates und ist nicht Qatar-Airways, aber haben zumindest eine echte Business-Class. In den neuesten Flugzeugen auch in 1-2-1 Konfiguration. Das kann man also schon mal machen. Und sind eine Airline, die keine Treibstoffzuschläge erhebt. Also auch da wieder ein extremer Vorteil. So dass hier also von Madrid, die fliegen nicht ab Deutschland, nicht mehr ab Deutschland, aber von Madrid eben zum Beispiel Richtung Südamerika, 71.000 Meilen und 35 Euro Zuzahlung erwarten euch da.

Wolfram (18:58.77)

Gut und dann drehen wir den Globus mal. Wir gucken ja sonst immer auf den Atlantik, gerade hier von Deutschland aus. Von Thailand aus weiß ich nicht, ob das einen großen Unterschied macht.

Aber wir gucken jetzt mal auf den Pazifik, weil der Platz 5, auf Platz 5 liegt nämlich

5: Transpazifik-Flüge Business-Class

Kai, wie bist du auf die Idee gekommen?

Kai (19:21.355)

Auch während meines Review-Trips oder während der Planung für den Review-Trip, natürlich.

Da fliege ich mit Lufthansa First-Class im A380 von München nach Los Angeles.

Ich musste jetzt also irgendwie von Los Angeles rüber auf die andere Seite, über den Pazifik gehen und habe mich dann entschlossen, ich gucke nach einer Verfügbarkeit für Asiana.

Bei denen habe ich seit fünf Jahren meinen Star-Alliance Goldstatus und bin noch nie mit denen geflogen.

Deshalb dachte ich mir, es wird langsam mal Zeit, um die zu fliegen. Die verlassen die Star-Alliance auch bald, werden auch zum Skyteam wechseln, die werden von Korean-Air übernommen, so dass ich also einfach vorher nochmal die Möglichkeit habe, mit denen zu fliegen.

Die fliegen also nach Korea, nach Seoul und ich hatte ja vorhin schon gesagt, dass man eben bei Miles & More immer die Möglichkeit hat, drei Segmente auf einem Oneway zu fliegen.

Das dritte Segment kriege ich nicht mehr unter.

Ich hätte einen Zubringer innerhalb der USA, von New York nach Los Angeles, hätte ich draufbuchen können. Dann hast du eben das Langstreckensegment. Und diese Langstreckensegmente über den Pazifik sind eben mitunter ziemlich lang. Es ist Los Angeles – Korea, das sind mal glaube ich nur ungefähr 10 Stunden. Aber man kann eben auch von New York nach Tokio fliegen, dann bist du 14 Stunden in der Luft. Und du hast dann eben innerhalb der Region Fernost noch wieder die Möglichkeit einen Abbringer dazu zu buchen.

Ich wollte nach Hongkong, weil das schön lang gewesen wäre, nochmal eine zusätzliche Strecke in einem anderen Flugzeug. Das passte irgendwie nicht in den Kalender, also bin ich dann am Ende von Seoul nach Osaka. Das sind nur zwei Stunden, aber da fliegt man mit einem A330, also ein Großraumflugzeug, wo ich eine extra Review von schreiben kann. Dann habe ich das optimal ausgenutzt. Aber es gibt glaube ich kaum eine andere Strecke als diese transpazifische, wo man mehr aus seinen Meilen rausholen kann.

Kostet 71.000 Meilen.

Und was habe ich da an Zuzahlung?

Unter 100 Euro.

Wolfram (21:36.59)

Inklusive Zubringer und Abbringer, oder?

Kai (21:40.375)

Da habe ich nur einen Abbringer, weil ich eben schon in Los Angeles war.

Aber man hätte auch von, sagen wir mal, Montreal fliegen können.

Von Montreal mit Air-Canada nach Los Angeles, bist du 6 bis 7 Stunden unterwegs und dann eben das Transpazifik-Stück rüber nach, meine ich, Tokio oder eben Seoul und dann von da nochmal runter.

Also da machst du richtig Meilen, mit tollen Airlines. Das sind alles gute Airlines, die da beteiligt sind. Und eben auch für wenig Geld. Du hast relativ geringe Zuzahlungen.

In Asien sind die Zuzahlungen gering.

Innerhalb der USA sind sie gering, wenn man nicht gerade nach Europa rüberfliegen will.

Kurzum, wer in der Gegend ist, auf der einen oder anderen Seite des Pazifik … für Weltreisende ist das eine tolle Gelegenheit!

Transpazifikflüge, wenn man sie mit Geld bucht, sind ziemlich teuer. Da freue ich mich ziemlich drauf und deshalb ist das mein Platz 5.

Wolfram (22:37.318)

Ja, bin ich gespannt, was du erzählst.

Kommen wir zu Platz 4. Wir bleiben im Pazifik und zwar mit der

4: Business-Class Asien – Hawaii

Kai, wie kommen die auf Platz 4?

Im Grunde genommen hatten wir die gerade schon auf Platz 9. Das ist also wieder das Prinzip "eine benachbarte Region".

Jetzt fragt man sich: benachbarte Region?

Hawaii? Asien?

Hat er nicht gerade gesagt, Transpazifik, 71.000?

Ja, aber Hawaii ist eben nicht USA, bei Miles & More. Hawaii ist eine eigene Region und die wird auch eigens bepreist!

Das ist ein Nachteil, wenn man aus Deutschland nach Hawaii fliegen will.

Aber es ist ein Vorteil, wenn man aus Asien nach Hawaii fliegen will.

Weil du dann eben nicht den ganzen Preis in die USA zahlst, sondern nur den halben. Nur die berühmten 35.000 Meilen für einen Flug nach Hawaii, aus Asien, aus Fernost, sagen wir mal. Und da gibt es mit All-Nippon Airways, ist mein Favorit, unglaublich schwer zu buchen, die Strecke ist so beliebt, also da findest du so gut wie nie eine Verfügbarkeit für …

All-Nippon Airways betreibt diese Strecke mit dem A380. Die haben drei A380 und setzen den ausschließlich ein, auf dieser Strecke. Und haben die auch extra bemalen lassen. Die sehen also aus wie eine Schildkröte. In drei verschiedenen Farben und alle sehen sie aus wie eine Schildkröte, weil die Schildkröte ist eben das Wappentier von Hawaii.

Und dann eben A380, sowieso ein tolles Flugzeug und All-Nippon Airways eine tolle Airline … also das ist mein Traum!

Kann man übrigens auch First-Class fliegen, für 65.000 Meilen. Ist ein Witz.

Also: von Japan nach Hawaii für 65.000 Meilen in einer der besten First-Class Kabinen der Welt!

Wolfram (24:32.582)

Am allerschönsten, wenn man alleine dort ist, oder?

Kai (24:36.857)

Stimmt, das war schön!

In der 8er-Kabine und der einzige Passagier. Das war toll. Einer meiner besten Flüge!

Wolfram (24:49.062)

Ist mir hängen geblieben. So einen will ich mir auch mal abholen.

Aber kommen wir zu Platz drei?!

Kai (24:58.169)

Halt, lass mich ausreden. 35.000 und ihr habt natürlich wieder den Zubringer dazu. Also einen Abbringer auf Hawaii gibt es natürlich nicht, weil Hawaii kannst du nicht abbringen. Aber einen Zubringer. Also du könntest eben von Hongkong einen Zubringer nach Tokio dazubuchen und dann weiter nach Hawaii für 35.000 Meilen.

Wer das bekommt, da sag ich jetzt schon: Hut ab und herzlichen Glückwunsch!

Wolfram (25:02.374)

Also gut, aber jetzt zu Platz 3 und zwar:

3: Meilenschnäppchen mitnehmen

Hast du da ganz einfach und platt ins Skript geschrieben, Kai. Ja, nimm halt Meilenschäppchen mit, wenn du sie kriegen kannst! 🙂

Kai (25:29.015)

Genau, Meilenschnäppchen sind ja die monatlich wechselnden Angebote der Lufthansa-Gruppe beziehungsweise der Miles & More Airlines. LOT macht auch eigene Meilenschnäppchen.

Zum halben Meilenpreis.

Das ist ein ziemlich gutes Angebot.

Dann fliegt man in die USA hin und zurück für 55.000 Meilen.

Normalerweise sind es 112.000 und bei den Meilenschnäppchen sind es eben nur 55.000.

Nach Asien statt 142.000 für 70.000.

Nach … statt zweimal 35.000, also 70 .000 für 40 .000.

Das ist nicht immer so ganz die Hälfte, mal ist es ein bisschen weniger, mal ist es ein bisschen mehr. Aber so im Großen und Ganzen: der Meilenpreis wird halbiert.

Die Zuschläge leider nicht. Die Zuschläge werden voll erhoben. Das heißt, ihr zahlt Treibstoffzuschläge für zwei Richtungen und damit eben so ungefähr 600 Euro, 700 Euro mitunter.

Plus dann eben den halben Preis an Meilen.

Und es kommt ja immer so ein bisschen darauf an, dass man für seine Meile möglichst viel an Gegenwert bekommt. Und wir rechnen da ja immer so in Cent pro Meile.

Wir wollen die Meile kaufen, für unter 1,5 Cent.

Und sie soll einen Wert entfalten, der eben deutlich über zwei Cent ist.

Und das klappt bei Meilenschnäppchen ganz gut, weil man da eben den Hin- und -Rückflug bekommt, statt nur eines Fluges. Und dafür nur die Hälfte der Meilen einsetzen. Und dann steigt natürlich der Wert der einzelnen Meile, dadurch.

Wolfram (27:07.93)

Gut, kommen wir zu Platz 2 und das ist was besonderes finde ich. Das ist: in der …

2: Business-Class nach USA

Hatten wir jetzt schon mehrfach, aber das ist eine ganz raffinierte Variante mit Stopover!

Kai gib´s zu!

Da hat dich doch erst kürzlich unser Zuschauer Jörg draufgebracht, auf diesen Stopover-Trick?

Kai (27:30.457)

Nee, aber er hat ihn dafür, dass er am Anfang seiner Meilensammler-Karriere steht, hat er den schnell verinnerlicht und das gefällt mir, das ist gut!

Wolfram (27:39.718)

Erklär’s nochmal.

Kai (27:42.361)

Das ist einer der besten Tricks. Und auch der basiert einfach nur wieder auf dem Prinzip, möglichst viel aus seiner Meile heraus zu holen.

Das ist eben bei Miles & More so, dass du von Frankfurt nach New York fliegen kannst, hin und zurück, das kostet dich 112.000 Meilen, haben wir gerade gesagt. Wenn es keine Meilenschnäppchen sind, 112.000 Meilen.

Oder aber, du kannst eben deine Drei-Segmente-Regel voll ausnutzen!

Du fliegst z.B.

  • von Frankfurt nach New York
  • machst da einen Stopover
  • fliegst dann weiter nach San Francisco
  • oder auch Vancouver, ist die gleiche Region
  • as ist dein Zielort, das heißt da hast du wieder einen Stopover
  • dann fährst du, machst einen Roadtrip, irgendwie die Westküste runter Richtung Los Angeles

Das hat jetzt nichts mit Meilen zu tun, sondern das ist einfach, um noch eine weitere Stadt kennenzulernen und fliegst dann eben

  • von Los Angeles, nachdem du dich da ausgetobt hast
  • über zum Beispiel Miami, Stopover, noch mal wieder eine Woche Urlaub
  • zurück nach Frankfurt

Und diese riesige Rundreise, wo du also richtig viel von Nordamerika siehst und von den USA siehst, kostet haargenau das Gleiche wie der einfache Flug, acht Stunden nach New York und zurück.

Also 112.000.

Und das ist eben so die beste Möglichkeit, seine Meilen zu optimieren, bei Miles & More, dass man eben diese Segmentregel – so gut es irgendwie geht – ausnutzt.

Das funktioniert übrigens nicht nur in den USA, aber weil die USA so schön groß sind und so schön viele touristische Ziele haben, funktioniert es da besonders gut. Aber es kann grundsätzlich bei jedem Zwei-Regionen-Flug durchaus Sinn ergeben.

Wolfram (29:12.996)

Und ich wette, einige von unseren Zuschauerinnen und Zuschauer haben USA ganz weit oben auf ihrer Bucket-List!.

Kommen wir zu Platz 1, finally.

Und zwar steht da ganz einfach die

1: Lufthansa First-Class

hier im Skript.

Kai, das war’s, oder?

Hast du noch was zu sagen?

Kai (29:47.673)

Nö. Kommen wir alle schneller ins Bett 🙂

Nee klar, Lufthansa First-Class Flüge, das ist der heilige Gral für Meilensammler. Also jeder will das mindestens einmal in seinem Meilensammler-Leben in die First-Class schaffen und Lufthansa ist da natürlich der einfachste Weg, weil Lufthansa eben zu Miles & More gehört und da die Verfügbarkeiten relativ gut sind.

Ich habe euch ja vorhin, eingangs in dem kleinen Video, wie man mit der Kalenderansicht bei Miles & More umgeht, schon gezeigt, wie man eben auch First-Class Flüge über diese Kalenderansicht relativ einfach finden kann. Und das ist der höchste Wert, den man für seine Meilen erzielen kann.

Warum ist das so?

Weil First-Class Flüge, wenn man sie mit Geld buchen würde, eben einfach schweineteuer sind!

Ein Lufthansa First-Class Flug nach Los Angeles, da bist zu irgendwie 6.000, 7.000 Euro los.

Wenn du das dann umrechnest:

Du zahlst 91.000 Meilen Oneway, also 182.000 für Return und wenn du das umrechnest

182.000 Meilen geteilt durch über 6000 Euro

dann siehst du eben den relativ hohen Gegenwert, den für deine Meilen bekommst. Der ist in der Regel dann auch höher, als bei einem Business-Class Flug. Und da kann man sich dann selber auf die Schulter klopfen. Und du hast vor allem einfach ein tolles Erlebnis, wenn man das ganze Paket mitnehmen kann, wenn man das First-Class Terminal in Frankfurt sich angucken kann.

Wolfram (31:16.582)

Oder den Wing demnächst …

Kai (31:18.801)

… den First-Class Wing in Frankfurt.

Dann hat man da wirklich auch bleibende Erinnerungen, die süchtig machen und dann willst du immer mehr. Das gilt natürlich nicht nur für die Lufthansa First-Class!

Wer die Chance hat, All-Nippon Airways ist Mitglied der Star-Alliance: Wer irgendwann und irgendwie die Chance hat, eine Verfügbarkeit zu finden, für die First-Class von denen, unbedingt fliegen!

Auch andere Airlines, Singapore-Airlines werdet ihr nicht First-Class buchen können, weil Singapore Airlines für die First-Class keine Buchungsverfügbarkeit rausgibt.

Aber grundsätzlich, wenn es die Möglichkeit gibt, First-Class zu fliegen, dann fliegt First-Class, unbedingt!

Wolfram (32:03.204)

Ganz herzlichen Dank!

Ich wette, da waren wieder einige Tipps dabei, die die Leute gerne gerne mitnehmen und demnächst umsetzen.

Die Rangfolge ist natürlich, kann man darüber diskutieren und Du hast es schon erwähnt, eingangs, das ist immer auch subjektiv.

Nimm es einfach als zehn Tipps mit!

mail@truemilespodcast.de

ist deine Adresse!

Du kannst natürlich auch gerne hier unter dem Video einen Kommentar einfließen lassen.

Per E -Mail könntest du uns auch einen Audiobeitrag oder ein Video sogar schicken mit deiner Frage, dann können wir das hier einbauen.

Würde uns riesig freuen.

Anyhow, die Episode ist auch vorbei, bis zur nächsten!

Alle Grüße, Ciao Ciao und tschüss!

Und tschüss, Kai, natürlich 🙂

Kai (33:03.993)

Tschüss!

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